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Erstellt von T. Gentsch | News

COS Cup Dessau | Deutsche Skateboardmeisterschaft 2025


Das große Finale 2025!

Wie schon im vergangenen Jahr hieß es zum finalen Stopp der COS Cup Serie „ab in den Osten“. Zwar liegt Dessau nicht ganz so „tief“ in selbigem, war aber gefühlt nicht weniger weit von der Anreise. Zudem, und das ist immer das besonders Reizvolle an solchen Locations, war es contest-technisch mal wieder komplettes Neuland - wann kommt man sonst schonmal nach Dessau!? Ebenfalls stets interessant ist die Tatsache, dass die Bilder und Eindrücke von einem Park, die man vorab im Internet findet, meistens nicht das wieder spiegeln, was man vor Ort vorfindet. Klar, der Parcours ist der selbe, aber das Drumherum, von der Vegetation über die direkte Umgebung bis hin zu den anwesenden Menschen lässt sich online nur schwer transportieren. Jedoch, nachdem sich der TITUS Van mit Deutschlands COS-Elite Freitagabends den Weg zum „Andes-Park“ gebahnt hatte und man alles live betrachten konnte, durfte man schon feststellen, dass Dessau sicher ein ganz wohliger Contest werden würde. So let the finals begin!

Wie schon auf dem vorangegangenen COS Cup in Saarbrücken zeigte sich das spätsommerliche Wetter des letzten August-Wochenendes von seiner besten Seite. Die wenigen bedrohlichen Wolken verzichteten auf Entleerung und sobald die Sonne schien, wurde es geradezu heiß. Heiß waren auch so manche Starter, schließlich galt es in Dessau nicht nur den lokalen Event, sondern auch die deutsche Meisterschaft zu gewinnen. Diese wurde 2025 mal wieder nach „gesammelten Punkten aus allen 3 Events“ ausgetragen und so konnte sich manch einer schon ganz gut ausrechnen, welchen Platz er in Dessau machen müsste, um auf diesen oder jenen Platz in der Gesamtwertung zu kommen. Bei einem ähnlichen Starterfeld schon sehr interessant, aber wenn dann auf einmal jemand wie Alex Mizurov um die Ecke kommt, der zu diesem Zeitpunkt noch keinen Contest mitgefahren war, kann es schonmal zu unerwartet neuer Spannung kommen.

Wie dem auch sei, wie gewohnt ging es Samstagmittag erstmal mit den Qualifications los, bei der auffällig viele Starter in der B-Gruppe, als der der ungesponsorten Fahrer, am Start waren. Zudem hatte der 2. COS Cup scheinbar auch bei einigen Homies aus Saarbrücken einen derart guten Eindruck hinterlassen, dass auch sie sich auf die schier endlose Anreise aus dem Saarland machten. Mad respect! Etwas schade war, dass sich niemand aus dem Berliner Raum nach Dessau bemühte, besonders, weil eine Anreise aus der Hauptstadt nichts im Vergleich zu den Strecken war, die so viele Andere auf sich nahmen. Und was war mit Leipzig? Und Hannover? Und Chemnitz? So blieb es in der A-Division bei traurigen 11 Startern insgesamt, was schonmal bedeutete, dass es am nächsten Tag kein Semifinale geben würde. Also bloß alle Tricks stehen…!

Samstagabend sollte es seit langem mal wieder eine „Aftershow Party“ geben. Was früher auf jedem COS Cup gang und gebe war, hat sich über die letzten Jahre leider mehr und mehr verlaufen. Ob dies am Alter der Protagonisten lag und liegt, vermag man nicht zu sagen aber immerhin sollte mal wieder etwas passieren. Da der Park (mit angrenzendem Jugendzentrum wo die Party stattfinden sollte), die Unterkunft und das griechische Restaurant in einer fußläufigen Triangel lagen, ging es nach dem Contest erstmal duschen (für manch einen mit völlig neuen Erfahrungen), danach essen (danke an Steffen Krüger für das großzügige Übernehmen der Rechnung) und danach… nicht zur Aftershow Party, da diese laut Zeugenaussagen um 23 Uhr schon vorbei war. Schade, früher war das die Zeit, wo es gerade erst losging, aber 2025 ist eben Vieles anders.

Vielleicht sind die Skateboarder heutzutage auch einfach mehr auf Skaten als auf Party fixiert. In unserem Zimmer waren jedenfalls die ersten schon um Mitternacht im Tiefschlaf und ganz sicher niemand am nächsten morgen verkatert. Durch das nicht vorhandene Semi-Finale der A-Division mussten die 6 Finalisten erst am späten Nachmittag ran, was dem Skaten sehr guttat – nichts ist schlimmer als sonntags um 12 Uhr mittags schon Höchstleistungen zu bringen. Diese Ehre wurde in Dessau der B-Division zuteil was dem Level jedoch keinen Abbruch bescherte. In der S-Division hatte Bartosz Cisielski, der eigentlich ein heißer Anwärter auf den Titel des deutschen (S-Division) Meisters war, seinen Run schon am Vortag vollkommen verbailt, sodass Nick Wauer der Titel kaum noch zu nehmen war. Jessica Tran hatte bei den Ladies wie immer alles unter Kontrolle, wobei Maja Dreger aus Frankfurt ihr den ersten Platz im lokalen Event knapp nahm. An ihrem Gesamtsieg konnte das jedoch nichts ändern. Monchef Khamlichi bewies, dass sich eine ständige Teilnahme mitsamt Podestplatz auszahlt und heimste so ebenfalls den Titel des deutschen Meisters in der B-Division ein. Glückwunsch!

Spannend wurde es dann zum großen A-Division Finale, besonders weil, wie schon eingangs erwähnt, Alex Mizurov am Start war. Alex hat sich in den letzten Jahren zwar Contest-mäßig ein wenig zurückgenommen, aber wer ihn kennt weiß, dass seine Consistence immer wieder atemberaubend ist. Dies, gepaart mit dem „5 tricks pro Obstacle an 3 verschiedenen Obstacles“ Format nebst den eigentlichen Runs ließen ihn auf dem 3. Platz landen. Das war sicher ein wenig traurig für Tim Otto, der den Run seines Lebens hatte und ebenfalls an den einzelnen Obstacles brillierte, aber das sahen die Judges wohl ein wenig anders. Zweiter wurde Dominic Wenzel, der somit neuer deutscher Meister wurde. Der erste Platz ging an Mika Möller, der damit in der Gesamtwertung, zusammen mit Tim Otto, auf dem 2. Platz landete. Unterm Strich war das dann alles gerecht und verdient und es gab keinerlei Beschwerden. Ach so, den Ravenol Barrel-Jump gab es auch noch, allerdings schienen nurnoch die wenigsten Starter genug Power für dieses Event zu haben. Nico Böttcher sicherte sich hier erneut ein Wochenende in der Bretterbude und auch an dieser Stelle gilt es zu gratulieren.

Und somit war es das dann auch mit der COS Cup Serie zur Deutschen Meisterschaft 2025. Danke an alle Sponsoren, danke an alle Fahrer für ihr Comittment und natürlich Raik und den Andes Skatepark für die tolle Gastfreundschaft. Danke an den COS und die gesamte Crew, vor allem dafür, dass es endlich auch mal Sonntags noch Bier aus der Zapfanlage gab. Wir sehen uns im nächsten Jahr!