Dennis Busenitz ist eine feste Größe im Skateboarding – bekannt für seinen Speed, seine Präzision und seinen unverwechselbaren Style. Zwar wurde Dennis in den USA geboren, aber seine Liebe zum Skateboarding entdeckte Busenitz in Deutschland, genauer gesagt in München. Hier lebte er mit seinen Eltern und Geschwistern bis zu seinem 15. Lebensjahr. Wie bei vielen Anderen auch war es „der berühmte Nachbarsjunge, der mühelos einen Bordstein hoch-olliete“ und damit seine Faszination weckte. Das führte dazu, dass Dennis in den folgenden Jahren unzählige Stunden auf dem Brett verbrachte und sogar auch an diversen deutschen Contests teilnahm. Zehn Jahre später, mit 15, zog er mit seiner Familie zurück nach Kansas in die USA – da war das Skaten schon längst mehr als nur ein Hobby.

adidas X Dennis Busenitz
In Kansas fand er schnell Anschluss in der lokalen Szene und entwickelte den Style, der ihn später berühmt machen sollte: Schnell, präzise und mit einem Gespür für kreative Lines. Nachdem er die High School beendet hatte, zog es Dennis um die Jahrtausendwende erstmals in eine DER Skateboardmetropolen: San Francisco. Er fand schnell Anschluss bei den Jungs von Deluxe, die ihm schon nach kurzer Zeit REAL Skateboards Stuff flowten. Es dauerte jedoch nicht allzu lange, bis er offizieller AM der Company wurde. Zum Tampa Pro-Contest 2005 verlieh man ihm dann Pro-Status und Busenitz schaffte worauf ganz sicher kaum einer gewettet hätte – er gewann einen der renomiertesten Contests der Welt!
Ein Jahr später, 2006, wurde Dennis Busenitz Teil des adidas Skateboarding-Teams. Für ihn schloss sich damit ein Kreis, denn schon als Kind hatte er in adidas Schuhen gestanden. Sein erstes Pro-Modell, inspiriert vom Fußballklassiker Copa Mundial, verband Funktionalität mit der Ästhetik seiner bayerischen Wurzeln – und wurde zu einem Dauerbrenner. Zehn Jahre später feierte adidas dieses Jubiläum gemeinsam mit ihm in München, wo alles begann.
Heute lebt Busenitz mit seiner Familie im kalifornischen Sebastopol, einer Kleinstadt etwa 80 Kilometer nördlich von San Francisco. Dort führt er ein ruhiges Leben: Kinder, Garten, Kaffee – und natürlich Skaten, so oft es geht. „Ich versuche, es so langweilig wie möglich zu halten, wenn ich zu Hause bin“, sagt er augenzwinkernd. Dennoch ist er regelmäßig unterwegs, um an Projekten und Touren teilzunehmen.
Auch wenn Santa Rosa direkt um die Ecke liegt, zieht es Dennis zum Skaten nach wie vor nach San Francisco. In der Metropole, die nicht nur Heimat seines Boardsponsors, sondern auch die des Thrasher Magazines ist, hat sich in den letzten 20 Jahren viel getan. Die Veränderungen in der City betrachtet er mit gemischten Gefühlen: Die Stadt sei „sauberer, glatter, fast wie ein großes Einkaufszentrum“ geworden, meint er, doch die legendären Hügel blieben – und damit auch das unvergleichliche Skate-Feeling. Trotz seines Erfolgs bleibt Busenitz bodenständig und reflektiert. Selbst zur Diskussion um Skateboarding bei den Olympischen Spielen äußert er sich gelassen: „Ich finde es cool, dass es so viel Anerkennung bekommt. Solange die Leute rausgehen und einfach skaten, bleibt alles gut.“
Wenn er auf seine Karriere zurückblickt, denkt er vor allem an gemeinsame Trips mit früheren Idolen, die heutzutage zu Freunden geworden sind – etwa mit John Cardiel und Tony Trujillo, auf Touren durch Arizona und Oregon. Diese Momente, sagt er, seien das Herz des Skateboardens: Freiheit, Freundschaft und Leidenschaft.
Ob auf den Straßen Münchens, den Spots San Franciscos oder in seinem Garten in Kalifornien – Dennis Busenitz bleibt dem treu, was ihn ausmacht: ein Skater mit Herz, Geschwindigkeit und einem unerschütterlichen Sinn für das Wesentliche.




