Wenn es ein Event in Deutschland gibt, der bei wirklich jedem Wetter stattfinden kann, dann ist es ganz sicher der alljährliche Miniramp Jam im Skaters-Palace in Münster. Was den Contest so besonders macht, ist das immer wieder äußerst illustre internationale Starterfeld. Von Berlin bis Birmingham, von Wien bis Brüssel, aus allen Ecken Europas fanden auch 2025 wieder hochrangige Skateboarder der kleinen Halbröhre den Weg in die Westfalen-Metropole. Leider hatten in diesem Jahr alle Vertreter unseres nördlichen Nachbarlands Dänemark Verletzungen auszukurieren, aber es sollte dennoch wieder ein „Shred-Fest“ wie aus dem Buche werden. Let get ready to Rumble!

Miniramp Jam 2025
TITUS, Vans & GIZEH laden zum nächsten Battle im Skaters-Palace!
Abgesehen von den Dänen, die ansonsten eigentlich immer am Start sind, hatten auch so manche deutsche Ripper am Samstag, den 8.11.2025 andere Verpflichtungen oder waren nicht in der Lage auf dem Skateboard zu stehen - 2025 scheint echt ein heftiges Verletzungsjahr gewesen zu sein. So besann man sich darauf, auch mal Skateboarder, die bisher noch nie zu Gast waren einzuladen. Tyler Edtmayer kennen die Meisten wahrscheinlich eher aus Bowl-Parks oder der Halfpipe, was jedoch noch lange nicht bedeutet, dass er nicht auch Miniramp fahren kann. Mit im Schlepptau hatte er noch Up- and Coming Vert-Ripper August Junge, ebenfalls Berliner und in 5 Jahren wahrscheinlich die Macht in der Vert-Ramp. Das die beiden am Start waren, bereicherte den Contest ungemein und im umgekehrten Sinne auch Tylers Portmonaie – zumindest im Nachinein!
Neben den beiden Berliner Recken schafften es auch das Österreicher OG Duo in Form von Santino Exenberger und Loco Papi nach Münster, ebenso Alex Hallford aus Birmingham und die belgische Crew um Jeroen Bruggeman. Unterm Strich waren dann doch einige der besten Miniramp-Ripper Europas am Start und einem guten Event stand nichts mehr im Wege. Nach einem kleiner Riders-Meeting mit Ansager Rob Rolaux ging es gegen 19 Uhr los und schon die ersten Lines der Fahrer ließen erahnen, welch hohes Level an diesem Abend zu bestaunen sein wird. Alleine Santino Exenbergers Introduction Run war überirdisch. Blunts und Noseblunts in wirklich allen Variationen, dazu schnelle Grinds über die ganze Breite der Rampe, das war schon eine Augenweide. Dass Tyler auch etwas „kleinere“ Transitions skaten kann untermauerte er mit hohen Airs an der Extension, an der er aus dem Nichts auch mal ganz nebenbei einen Tailgrab 540 drehte – und somit den „first ever“ 540 in der Rampe stand!
Nach der 45 minütigen „Jam-in-Order“ Session gab es eine kleine Pause, in der die fleißigen Helfer aus der TITUS Retail Abteilung, namentlich Tim und David, die Pool-Leiter für den ersten Best-Trick Event montierten. Für Tyler schien die Leiter quasi nicht zu existieren und er überflog sie mit einem weiteren 540 sowie allen anderen erdenklichen Grabs. Santino gab einen mind-melting Hippie Jump to Rock´n Roll Slide zum besten aber letzten Endes war es Mika Möller, der mit einem „Back-Truck Bash Indy Grab to Fakie“ (oder wie auch immer man das nennen soll) die Herzen der Judges zum glühen brachte – und den Sieg an diesem Obstacle für sich verbuchen konnte.
Die „Cash-for Tricks“ Sessions an 3 Obstacles folgten als nächstes, namentlich an der Bank auf der einen Platform, dem „Glücksrad-Wallride“ sowie der Wallride-Extension. Eigentlich sollte ein Obstacle nach dem anderen „abgeharkt werden“, sprich stets solange gefahren werden, wie Scheine vorhanden waren, aber durch einen kleinen Kommunikationsfehler ging es für 5 Minuten ein wenig drunter und drüber. Den Fahrern war das ziemlich egal und manch einer schaffte in einem Run an jedem der 3 Obstacles einen „Cash-würdigen Trick“ – dies zu fotografieren war allerdings äußerst schwierig. Wie dem auch sei, kurze zeit später ging dann auch das Geld aus und es ist echt erstaunlich, wie consistent alle Jungs unterwegs waren. Kaum ein Tricks dauerte länger als maximal 3 Versuche, wenn überhaupt, und Alex Hallford nehm mehr als verdient den MVP Titel mit nach Hause. Auch alle anderen Ergebnisse waren zu jedermanns Zufriedenheit und so stand einem feuchtfröhlichen Abend im Fahrerquartier nichts mehr im Wege. Danke an alle Helfer und Sponsoren, namentlich TITUS, Vans, Toy Machine, Warsteiner und GIZEH, dem Skaters-Palace, MC Rob Roulaux und den Judges sowie allen Fahrern und Zuschauern! Hoffentlich sehen wir uns alle in einem Jahr wieder!






























